
Selektion
Vermehrung und Selektion im BHZP
Zur
BHZP-Erzeugergemeinschaft Nord-West eG zählen zur Zeit 63 Mitglieder. In 30 Mitgliedsbetrieben werden db-Zuchtsauen und db-Zuchteber für unsere Kunden erzeugt.
Weiterhin betreuen die Mitarbeiter 9 Vermehrungsbetriebe der
BHZP-Handelsgesellschaft mbH in Nordrhein Westfalen.
Die
Züchtungszentrale in Ellringen ist das zentrale Organ. Neben der genetischen Basis für die Vermehrungsebene werden auch mit ihr sämtliche Rahmendingungen und Richtlinien zur Vermehrung von BHZP-Zuchttieren abgestimmt.
Ein wesentlicher Tätigkeitsbereich der Mitarbeiter der Erzeugergemeinschaft ist die
Selektion der Zuchttiere:
Weibliche Zuchttiere werden in einem Lebensalter von ca. 170 Lebenstagen auf ihre zukünftige Zuchteignung und Verkaufsfähigkeit geprüft.
Neben der Feststellung der Lebenstagszunahme und der Gesäugequalität werden die wesentliche Exterieurmerkmale, wie Rahmen, Bemuskelung und Beinstellung der Tiere nach einem linearen Schema beurteilt. Die Notenskala reicht von 1 bis 5, wobei die 3 den Optimalzustand beschreibt. Die übrigen Noten stellen die Abweichungen nach oben, oder unten dar. Eine Beurteilung mit der Note 1 oder 5 schließt das Tier von der Zuchtnutzung aus. Sämtliche Daten werden erfasst und für die
BLUP - Zuchtwertschätzung genutzt. Ca. 70 % der weiblichen Zuchttiere sind nach den umfangreichen Tests „zuchttauglich“ und können an den Kunden ausgeliefert werden.
Im
Zuchteberbereich werden zusätzlich die Rückenmuskelfläche und der Rückenspeck ermittelt. Nach einer intensiven Vorselektion in der Aufzucht findet die Hauptselektion mit ca. 190 Lebenstagen statt. Zur Auslieferung an Besamungsstationen und als Natursprungeber an Kunden gelangen nur ca. 30% der geborenen Tiere.
Die
Zuchttechniker sind auf den Vermehrungsbetrieben neben der Selektion auch Ansprechpartner für Fragen der Zucht und Produktion.
Einige Mitarbeiter haben neben ihrer Routinetätigkeit aufgrund ihrer Erfahrung oder speziellen Fortbildung weitere Beratungsschwerpunkte.
Die tierärztliche Betreuung der Vermehrungsbetriebe erfolgt i.d.R. durch Tierärzte der
Veterinärgesellschaft im BHZP. Im westfälischen Gebiet wird die Betreuung über Vertragspraxen abgedeckt.
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